Guten Morgen…..

Guten Morgen, lieber Morgen.,
hast mich mit hellem Schein geweckt,
und die Sonne, ohne Sorgen
hat mich mit Strahlen eingedeckt.

Die Vögel zwitschern schon sehr lebhaft.
Sie freuen sich auch auf diesen Tag.
Doch nur ein Teil unserer Gesellschaft,
dieses morgens früh schon mag.

Wer nicht dem Tageserwachen lauscht,
sich stattdessen mürrisch wendet,
ist wahrscheinlich noch berauscht,
und im Suff im Bett geendet.

Nimm doch an des Tages Hand,
lass Dich von ihm verwöhnen.
Luft und Sonne, das sei bekannt,
werden ihn Dir verschönen.

(C) Christiane Rühmann

Ich liebe es.....

Ich liebe es, im Gras zu liegen,

wenn über mir die Vögel fliegen.

Ich liebe es, ausgehen und essen,

dabei die Tagessorgen vergessen.

Ich liebe es, mal nichts zu tun,

den ganzen Tag im Bett zu ruh´n.

Ich liebe es, Musik zu hören,

und niemand kann mich dabei stören.

Ich liebe es, ein Bad zu nehmen,

und ein Glas Wein zu mir zu nehmen.

Ich liebe es, mal albern zu sein,

sei der Moment auch noch so klein.

Ich liebe es, wenn er mich küßt

und zu mir richtig zärtlich ist.

Ich liebe es, auf dem Berg zu stehen,

und in das Tal hinab zu sehen.

Ich liebe es, die Menschen zu sehen,

wie alle ihre Wege gehen.

Ich liebe es im Kerzenschein

mit ihm mal ganz alleine sein.

Ich liebe es am Strand zu liegen

und den Alltag zu besiegen.

Ich liebe es, herzhaft zu lachen,

unendlich viele Scherze machen.

Ich liebe es, positiv gestresst zu sein,

und Mutter meiner Töchter zu sein.

So lange ich noch was lieben kann,

und fähig dazu bin,

kommt kein Unheil an mich ran,

und mein Leben hat seinen Sinn.

(c) Christiane Rühmann

DER FREUND

“Deine Stärke ist gewaltig,
so wie auch Deine Zuversicht”,
glaubt ein Jeder, der mich ansieht,
doch meine Seele sieht er nicht!

Es läßt sich nicht in Worte kleiden,
was dort vonstatten geht.
Es läßt sich einfach nur erleiden,
weil jemand mir zur Seite steht.

Beharrlich folg ich meinem Schicksal,
nehm alle Nackenschläge hin,
beachte nicht mal mehr die Vielzahl
an des Lebens reichem Sinn.

`Da gibt es Kinder, Haushalt, Arbeit.
Das alles lässt die Pein vergessen`.
Dies denkt nur, der von alle dem befreit,
und dieses Leid nie hat besessen.

Ich will versuchen das zu schaffen,
was Andere längst schon tun,
und meine Kraft zusammen raffen,
bloß niemals müde tun.

Zeig´ meine ganze Stärke Jenen,
denen es schlechter geht als mir.
Damit kann ich zunächst beleben,
dass Niemand resigniert.

Dem Menschen, der mir zur Seite steht,
geb ich mehrmals täglich Dank.
Egal, woher der Wind auch weht,
ich nehme Platz auf seiner Bank!

Hier kann meinen Kopf anlehnen,
er hat es Dir erlaubt,
und hat - entsprechend meinem Sehnen,
ganz fest an mich geglaubt!

Ich nehme an, des Freundes warme Hand,
und bin nicht zu bescheiden.
Sonst würde ich völlig unerkannt,
alleine weiter leiden!

(c) Christiane Rühmann

Grausam und gemein …..! (Die Herausforderung)

Sag´, wie grausam und gemein
kann das Leben manchmal sein??!!

Weil ständig Unheil DICH befällt,
geprügelt wirst, vom Rest der Welt!

Warum trifft´s nicht mal reiche Leute,
die wären doch ´ne fette Beute!?!

So denkt man leider nur zu oft,
weil man vom Leben “mehr” erhofft.

Doch nimm als positive Seite,
sogar die allerschlimmste Pleite.

Versuch, aus jeder Welle aufzutauchen,
weil andere Menschen Dich noch brauchen!!

Du bist das Werkzeug in Gottes Hand!
Hast Du die Stärke in Dir erkannt??

Dann wirst Du mit viel Elan und Streben,
der Sieger sein in Deinem Leben!!!


Christiane Rühmann

Peinlich - peinlich - peinlich....

Meine Freundin Giesela hatte neuerdings Probleme mit dem Magen. Bereits seit einigen Wochen hatte sie einen Termin zur Darmspiegelung in der Tasche. Ihr graute davor, aber aus Angst, dass etwas Schlimmes sein könnte, nahm sie diesen Termin selbstverständlich wahr.

Herbert, ihr Mann, hatte sie zu dieser Untersuchung gefahren und gewartet, bis sie fertig war und wieder nach Hause entlassen wurde. Auf dem Parkplatz der Klinik stiegen sie in ihren Wagen ein, als Giesela ein Anruf ihrer Töchter erreichte, die ihre Mutter baten, auf dem Heimweg doch noch Grillfleisch aus dem Supermarkt mitzubringen.

Herbert bog auf den Parkplatz des Supermarktes ein und wollte so lange im Auto warten, bis seine Frau eingekauft hatte. Giesela begab sich also auf den Weg zur Fleischtheke, als sich die natürlichen Auswirkungen der vorangegangenen Untersuchung in ihrem Körper bemerkbar machten. Sie verspürte einen starken Drang, fürchtete, unangenehm aufzufallen und flüchtete deshalb unverrichteter Dinge aus dem Discounter riss die Beifahrertür des Wagens auf, sprang hinein….. und ließ der Natur ihren Lauf……..

Sie musste so stark blähen, dass sie sogar Sorge hatte, dass man ihren Notstand außerhalb des Fahrzeugs akustisch wahrnehmen könnte. Erleichtert wendete sich ihrem Fahrer zu, der aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kam.

Ach Du dickes Ei….! Das war ja gar nicht ihr Herbert und es war nicht ihr Fahrzeug!

Fluchtartig verließ sie das fremde Auto und entdeckte schon ihren Herbie, der mit ihrem Gefährt verwundert auf sie zusteuerte. Sie riss die Türe auf, sprang ins Wageninnere und schrie: „Fahr los, fahr bloß los!“ Herbert gab Gas…. und musste an der nächsten roten Ampel anhalten. „Fahr doch drüber, los, los, los, mach schon!“ Giesela wollte nur noch weg. „Nee, also das mache ich nicht! Ich brauche meinen Führerschein noch! Was ist denn überhaupt passiert? Was hast Du in dem anderen Auto gemacht?“, wollte ihr irritierter Göttergatte wissen und dieser blieb letztlich brav an der Ampel stehen, als es auch schon an ihrer Scheibe klopfte und der Mann aus dem fremden Fahrzeug vor ihr stand. Mit hochrotem Kopf ließ Giesela die Scheibe runter und wollte so etwas wie eine Entschuldigung stammeln, als der Fremde meinte: „Unter anderem haben Sie noch Ihre Handtasche in meinem Auto gelassen……“, und lächelte dabei.

Als sich Giesela bei ihm bedankt hatte, die Lichtzeichenanlage grün zeigte und Herbert endlich losgefahren war, wollte er nun aber dringlichst wissen, wie das mit der Tasche passieren konnte. Die Gelackmeierte erzählte ihre Storry und Herbert kam bis zu Hause aus dem Lachen nicht mehr raus. Da die Mädchen wissen wollten, warum es kein Grillfleisch gab, musste Giesela ihre peinliche Geschichte nochmals erzählen. Sie verziehen ihrer Mutter natürlich, dass sie ohne Grillgut nach Hause kam und kriegten sich ebenfalls vor Lachen nicht mehr ein. Natürlich machte diese Geschichte auch in unserem Bekanntenkreis die Runde und sorgte stets für grölendes Gelächter.

Mittlerweile kann meine Freundin selbst darüber lachen, aber peinlich war das doch……

(c)Christiane Rühmann

Lustiger Irrtum.....

Als Weihnachtsgeschenk bekamen die Geschäftsleute von ihren bereits erwachsenen Kindern Karten für ein Musical geschenkt. Das Ehepaar freute sich bereits sehr auf dieses Event.

Dieses Musical wurde seit dem Start als so glorreich durch die Medien angepriesen, das es daher bereits Monate zuvor ausverkauft war, und somit keine Chance mehr bestand, für ebenfalls interessierte Freunde, sich diesem Abend mit dem Ehepaar anzuschliessen.

Als der Konzertabend nahte, richtete sich das Ehepaar auf einen wunderbaren Abend ein. Es plante vorher ein Candlelight-Dinner und hatte hierzu in der Grossstadt in einem Nobelrestaurant bereits einen Tisch reserviert. Es sollte ein alles übertreffender, unvergesslicher Abend werden. Und so kam es auch.......

Die Eheleute warfen sich in Robe und starteten rechtzeitig, um relaxt den Abend geniessen zu können, ohne die aus dem Alltag bekannte zeitweise Hetze. Sie wurden von auffallend elegant gekleidetem Personal empfangen, zu ihrer Niesche begleitet und von vorne bis hinten betüddelt. Dass sie selbst das Essbesteck halten und zum Mund führen mussten, war alles. Der prunkvoll hergerichtete Tisch mit seinen liebevollen Accessoires, hinterliess grossen Eindruck bei der erfahrenen Geschäftsfrau, die selbst auch in ihrem Bekanntenkreis dafür bekannt war, sich als hervorragende Gastgeberin immer etwas Neues einfallen zu lassen und durch ihre gestalterischen Ideen stets den positivsten Eindruck hinterliess.

Auch die Speisen verdienten ausgesprochenes Lob, mehr ging einfach nicht....

Gut gelaunt und frohen Mutes liessen sie sich von einem Taxi zur Musicalhalle fahren. Der Herr beteuerte, dass er ohne Platzanweiser die reservierten Plätze finden würde, schliesslich sei dies ja nicht ihr erster Konzertbesuch. Der Eintrittsabschnitt wurde also von den Platzordnern abgetrennt. Nun dann - auf gings.

Sie verglichen die Zahlen auf den Karten, Block, Sitzreihe und Platz. Als sie ihre Sitzplätze erreichten, waren diese bereits besetzt. Wie konnte das sein...? Sie forderten die Besetzer auf, sich einen anderen Platz zu suchen, dies seien ihre Stühle, die man bereits lange zuvor reserviert habe. Leider wollten diese das nicht einsehen und meinten, ebenfalls reserviert zu haben. Daher verglichen sie mit den fremden Leuten ihre Reservierungsnachweise und stellten fest, dass .... es darf doch nicht wahr sein, .....ihr Termin bereits GESTERN war! Unglaublich, alles stimmte überein - nur das Datum nicht. Mensch, war das peinlich!

Sie fühlten sich von weiterem Publikum, das die kleine Auseinandersetzung mitbekommen hatte, sowie von den Platzhaltern ausgelacht, drehten sich um und verliessen ein wenig verärgert, eiligst den Showroom.

Draussen vor der Halle mussten sie sich erstmal erholen, bis sie dann allerdings über ihr eigenes Missgeschick so fürchterlich lachen mussten, dass sie beschlossen, wo sie doch bereits schon einmal hier waren, noch das Nachtleben in der Stadt zu geniessen.

So wurde es also doch noch ein unvergesslicher Abend......

Es wird heute noch darüber gesprochen - und natürlich gelästert. Es ist eben so: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.....

(c) Christiane Rühmann

Der Pfiffikus.....

Daniel war ein recht aufgewecktes Kerlchen. Stets musste er sich gegen seine zwei älteren Brüder durchsetzen. Das kostete nicht nur ihn viel Kraft, sondern regte auch seine Phantasie an. Nichts war ihm zu lästig, um den „Grossen“ ein Schnippchen zu schlagen. Oft sammelte er tagelang Utensilien, um ihnen etwas anzuhängen und ölte sich dann darin, wenn sie von den Eltern getadelt wurden. Zu seinen Utensilien gehörten Nägel, Knöpfe, Reisszwecken, Klebeband, Kordel, Kaulquappen, Blindschleichen und vieles mehr. Ohh, es war niemals langweilig bei ihnen zu Hause.

Am Freitag, nachdem die älteren Jungen aus der Schule wieder daheim waren, hatte sich der Knirps schon auf sie vorbereitet. Nach dem Mittaggessen wollten natürlich alle nach draussen, um ihre selbst gebaute „Räuberhöhle“ im nahegelegenen Wald aufzusuchen. Daniel konnten sie dabei nicht gebrauchen, er musste zu Hause bleiben und mit dem ätzend langweiligen Konstantin aus der Nachbarschaft auf dem Hof spielen. Mama hatte allen allerdings vorgeschrieben, dass sie sich alte Klamotten anziehen sollten und anderes Schuhwerk natürlich auch. Die Schuhe befanden sich in einer kleinen Abstellkammer und standen dort immer so ordentlich nebeneinander, dass man einfach so reinschlüpfen konnte.

Der Pfiffikus hatte sich zuvor aus Papas Werkstatt einen Hammer und einige Nägel geholt und damit versucht, als Mama in der Waschküche war, die Schuhe seiner Brüder am Boden festzunageln. Hierfür besass er dann allerdings doch noch nicht die nötige Kraft und sah sein Vorhaben als gescheitert an. Dann fiel ihm ein, dass Papa bei Oma und Opa letztens einen Teppichboden verlegt hatte und er hatte dabei zugeschaut. Also nochmal in Papas Werkstatt, die Nägel und den Hammer wieder zurück an ihren Platz, damit niemand etwas merkt. Er schaute sich um und öffnete jede Schublade. Wo war es denn gleich noch? Aah, genau das hatte er gesucht. Leise schlich er wieder in die Abstellkammer und riss von der doppelseitigen Klebebandrolle einige Streifen ab, die ebenso lang waren, wie die Schuhsohlen seiner Brüder. So, geschafft. Na, die werden fluchen und hoffentlich purzeln!

Er versteckte sich auf der Treppe, die nach oben führte um jederzeit schnell flüchten zu können, wenn es denn nötig war. Gespannt wartete er, dass die Jungen ihre Schuhe anzogen, und tatsächlich: Jonas war reingeschlüpft und kam nicht von der Stelle. Er verlor dadurch das Gleichgewicht, versuchte sich an Timo festzuhalten, der allerdings bereits selbst mit den Armen ruderte und beide fielen gegen das Regal mit den Reinigungsmitteln, die, wie bei einem Erdbeben, heraus und zu Boden fielen.

Durch das Gepolter und das Geschreie aufmerksam geworden, eilte Mama herbei und begann gleich zu schimpfen: „Ach Kinder, könnt Ihr denn nicht aufpassen? Macht das ja alles wieder ordentlich, bevor Ihr geht!“ Rechtfertigungsversuche fruchteten nicht und überhaupt, Mama hielt doch sowieso immer nur zu dem Kleinen Stinker.

Der zog es nun vor, nachdem er seinen Spass gehabt hatte, sich zurückzuziehen und sich vor seinen Brüdern bis zum Abend lieber nicht mehr blicken zu lassen. Wenn dann Papa auch noch zu Hause war, trauten sie sich nämlich nicht, dem Nesthäkchen irgendein Haar zu krümmen.

Klasse, das war mal wieder gelungen…..

Erst vor einer Woche mussten die Grossen bereits schon einmal aufräumen, als Daniel ein Mäusenest ausgenommen und die kleinen Tierchen in einer grossen Kunststoffdose, die er zuvor mit Erde und ausgerupftem Gras ausgelegt hatte, bei ihnen im Zimmer so deponiert hatte, dass diese bei der kleinsten Erschütterung einfach runterfallen musste. Die Erde verstreute sich im halben Kinderzimmer und die Mäuse natürlich auch…. Das war ein Gaudi. Dafür hatte Daniel dann allerdings auch Ärger bekommen. Wenn auch schmunzelnd, hatte Papa ihm abends eine Standpauke gehalten.

Natürlich waren die Grosseltern auch immer über Daniels Streiche informiert. Oma schüttelte immer nur mit dem Kopf, wenn wieder was passiert war, aber Opa…., Opa streichelte dem kleinen Burschen oft durch sein Haar und meinte nur: „Na, mein kleiner Pfiffikus, wiedermal alles wuschelig gemacht?“

Daniel liebte das. Seine Phantasie war erneut angeregt und er liess sich im nächsten Moment schon wieder etwas Neues einfallen….

Christiane Rühmann