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Gelungene Momente

Gelungene Momente - neue Erfahrungen Ich habe durch ein befreundetes Paar empfohlen bekommen, mich auf einer grossen Lesebühne im Bergischen Land zu bewerben. Was habe ich gemacht? Genau das! Ich bekam eine Einladung, mich zu präsentieren und ahnte nicht im Geringsten, was mich dort erwarten würde: Also staunte ich nicht schlecht über die Location, dass es einen sogenannten 'Soundcheck' gab (war mir bisher neu) und viel mehr noch staunte ich über die Künstler, unter die ich mich 'Backstage' mischen durfte. Schließlich war ich ja auch 'irgendwie' ein Künstler, der sich dort profilieren durfte. Ich habe festgestellt, dass alles total easy ist, wenn man mitgeht und sich nicht versteckt. Meine Art des Beitrages (Lesen) war eine andere Art als die, was die anderen Künstler vorzubringen hatten. Ich fühlte mich vor eine unlösbare Aufgabe gestellt, mit den anderen mitzuhalten, bis - na ja, bis - ich erkennen konnte, dass dieses zahlreich erschienene Publikum Abwechslung haben will. Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, dachte ich, und legte einfach los. Mal ehrlich? Bis 3 Minuten vor meinem Auftritt wusste ich nicht einmal genau, was ich lesen wollte. Zu stark waren die Beiträge der Künster. Aber letztendlich geht es mir nicht wirklich um Ruhm, sondern um Anerkennung! Und die habe ich dort erfahren dürfen. Ich bin stolz darauf! Mehr als 200 Menschen haben mir zugehört, meine Beiträge beklatscht, gelacht........ Was will ich noch mehr? Ich hänge mal ein paar Fotos von diesem Event an: Danke für Euren Besuch. Eure Chris (in 2012)

Sporthalle

Sporthalle
Ist das ätzend!!
Hier ist eine Luft, die man schneiden kann!
Eher mehr Männer als Frauen rangeln sich auf den Sportgeräten. Vor Schweiß müffelnd versuchen sie, ihren oftmals eher Kniegelenken von Spatzen gleichenden Muskeln, noch mehr Ausdruck zu geben. Für was? Für wen? Wollen sie damit Eindruck schinden? Bei wem denn?
Ich setze mich hin und beobachte zunächst mal die Lage meiner Schnupperstunde. Krass, was man alles tut, um cool, muskulös oder vielleicht gut trainiert auszusehen.
Warum bin ich denn eigentlich hier?
Ach ja, es fällt mir wieder ein. Ich bin fast Sechzig und mein Elan verleitet mich, ein wenig für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Zumal ich jammernd bemerke, dass sich meine Muskulatur Tag für Tag mehr zurück zieht. Ja, wo will sie denn hin?
Trägershirts, Tops und Dergleichen, stehen mir schon lange nicht mehr so, wie noch vor etwa zwei Jahren. Das habe ich selbst bemerkt, wenn ich versuchte, mich noch ansprechend und jugendlich zu kleiden. Wo ist sie auf einmal geblieben, meine Jugend? Befinde ich mich jetzt in der sogenannten „Midlife-Krise“?
Verärgert betrachte ich das Resultat in meinem Ganzkörperspiegel.
„Das ist das Ende Deiner Karriere“, denke ich. Welcher Karriere? Lach mich weg!
„Hast ja nie eine gehabt“, gebe ich mir selbst zur Antwort. Ich probiere einige Kleidungsstücke aus, die zeitlos sind, und sich noch in meinem Kleiderschrank verbergen. Ich hatte mir vorgenommen, alles, was nicht mehr passen würde, in die Altkleider-Sammlung zu geben, um Platz für Neues zu schaffen.
Merkwürdig: Je mehr ich an- und wieder auszog, umso mehr kamen mir Gedanken, dass mir das ja noch passen würde! Ist doch so!!! Hosen mit Schlag sind wieder ‚in‘ und Rüschenblusen ebenfalls. Zugegeben, durch meine „irritierte Gesundheit“ hatte ich vorübergehend mehr als 15 kg verloren; aber wer sagte mir denn, dass ich das nicht wieder aufholen würde? Immerhin wiege ich jetzt wieder 62 kg bei 1,72 m Größe. Das ist doch perfekt, nicht?
Ich sortierte und sortierte. Zuletzt blieb nur eine kleine Plastiktüte mit ausrangierten Kleidungsstücken übrig, von denen ich mich trennen wollte. Ich fand sogar noch mein Konfirmationskleid, das ich 1968 trug. Die Verlockung war groß. Würde es mir noch passen? Angezogen! Tatsache, es passte noch! Zugegeben, um den Reißverschluss zu schließen, musste ich die Luft anhalten, aber als ich einmal drinnen steckte, ging´s.
Krass! 45 Jahre lagen dazwischen, als ich es zum letzten Mal getragen hatte. – Irgendwie schön! Nun ja, gewisse Umstände haben mich dazu geführt, nicht übermäßig an Gewicht zuzunehmen; aber das war die Zeit nach meinem 48. Lebensjahr. Immerhin bin ich bis dahin meiner Linie einigermaßen treu geblieben, zumindest, was die körperliche Linie betrifft.
Die andere Linie habe ich erst gefunden, als ich Step by Step den Lebenserfahrungen gefolgt, meinen eigenen Erfahrungen sowie den Erkenntnissen aus zahlreichen Seminaren, die ich absolvieren durfte, gefolgt bin. Kraft machte sich dadurch in mir breit.
Hahahaaa, nicht die Kraft, die man in einem Fitnessstudio erarbeiten kann, sondern innerliche Kraft. Innerliche Kraft und Stärke, die mich trotzen ließen und lassen. Wer bitteschön, ist stärker als ICH? Wer bitteschön, bestimmt mein Leben? Das bin doch ICH, oder? Wer sagt mir, dass ich seine Socken oder Unterhosen waschen und bügeln soll? Ob ich das tue, entscheide doch wohl wiedermal ICH!
Genau das hatte ich vergessen in den vergangenen Jahren! Ich hatte MICH vergessen! Es war nicht leicht, mich in den Vordergrund zu stellen, allerdings hätte ich ohne diese Selbsterkenntnis bis heute nicht überlebt.
Egoismus ist sehr gesund. Das finden Männer bereits seit mehreren Jahrhunderten. Sie haben jedoch dabei die Emanzipation wohl total übersehen – so etwa wie eine rote Ampel. Diese „rote Ampel“ wird ihnen heutzutage oft zum Verhältnis. Immer noch sind sie der Meinung, dass eine Frau an den Herd gehört und keine eigenen Rechte hat. Da müssen sie sich nicht wundern, dass sie früher oder später ohne ihren „Hausroboter“ da stehen und ihre Wäsche selbst waschen und bügeln müssen. Macho´s eben….
Das lässt mich jetzt wieder an mich erinnern. Wie war das noch? Warum war ich nochmal hier? Wollte ich mir diese schwitzenden und tätowierten grunzenden Ungeheuer ansehen? Garantiert nicht!!
Zugegeben, einige von ihnen hatten durchaus etwas Anziehendes. Andere wieder irgendwelche schwachsinnige Tattoos, schmierig glänzende Muskeln, total glänzende breite Scheitel (Glatzen), usw.
Ich hatte ursprünglich eine andere Intuition, die ich jedoch jetzt Stück für Stück weiter nach hinten schiebe.
Nein, das muss ich mir nicht antun: Leute in der Midlife-Crise sind nicht mein Ding!
Ich beschloss, zu meinem alternden Körper zu stehen, ihn zu akzeptieren. Immerhin laufe ich mit meinen annähernd 60 Jahren noch manchem oder mancher 30-jährigen auf der Treppe davon, obwohl ich ein Kilogramm Metall für insgesamt über 10.000 € in meinem Körper trage. Was muss ich mir also beweisen und warum bin ich hier her gekommen?
Aah, jetzt weiß ich es wieder! Ich sollte/wollte die Erkenntnis erhalten, dass ich ICH bin und mich so akzeptieren soll, wie ich bin.
Scheiß doch auf die schlappen Unterarme! Das ist altersbedingt und die Muskeln kehren nie mehr zurück! Ich liebe mich so, wie ich bin… Scheiß auf die Menschen, die sich nur abstrampeln, um anderen Menschen zu gefallen. ICH bleibe ICH…. Und so bin ich richtig!

© Christiane Rühmann (23.04.2011)

Boooahhh, hier solltet Ihr mal reinschauen...

"Offene Bühne Bergisch Land", kurz "OBBL" !!!

Das ist sehr empfehlenswert für Leute, die gerne Spaß haben und mögen, gerne lachen und lieber kulturelle Veranstaltungen lieben als ihre Couch zu Hause.

Lach-Muskelkater am nächsten Tag ist vorprogrammiert....

ICH durfte dabei sein und war erstaunt, dass es so eine interessante Kleinbühne in meiner Nähe gibt. Ich bin stolz darauf, an einem Abend ein kleiner Teil des umfangreichen und vielseitigen Programms gewesen zu sein.

Nix für 'Langeweiler' - eher was für Leute..... na... wie Euch !!!

Klickt mal an_

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151492513206234&set=pb.273543596233.-2207520000.1370549421.&type=3&theate

Ich las zum erstenmal vor einem Publikum von über 200 Menschen. Da stimmte (fast) alles. Es wurde ein Soundcheck gemacht mit jedem Künstler. Für das leibliche Wohl war backstage bestens gesorgt, die Stimmung war großartig und die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, waren mehr als 'taff'!!!

Ich zeige Euch hier nur ein paar kurze Impressionen dieses wunderschönen und erlebnisreichen Abends.

Eure
Chris

Ich liebe es

Ich liebe es, im Gras zu liegen,
wenn über mir die Vögel fliegen.
Ich liebe es, ausgehen und essen,
dabei die Tagessorgen vergessen.

Ich liebe es, mal nichts zu tun,
den ganzen Tag im Bett zu ruh´n.
Ich liebe es, Musik zu hören,
und niemand kann mich dabei stören.

Ich liebe es, ein Bad zu nehmen
und ein Glas Wein zu mir zu nehmen.
Ich liebe es, mal albern zu sein,
sei der Moment auch noch so klein.

Ich liebe es, wenn er mich küßt
und zu mir richtig zärtlich ist.
Ich liebe es, auf einem Berg zu stehen
und in das Tal hinab zu sehen.

Ich liebe es, den Menschen zuzusehen,
wie alle ihre Wege gehen.
Ich liebe es im Kerzenschein
mit ihm mal ganz allein sein.

Ich liebe es am Strand zu liegen
und den Alltag zu besiegen.
Ich liebe es, herzhaft zu lachen,
unendlich viele Scherze machen.

Ich liebe es, im positiven Stress zu sein
und Mutter meiner beiden Töchter sein.
So lange ich noch was lieben kann
und fähig dazu bin,
kommt kein Unheil an mich ran
und mein Leben hat wieder einen Sinn.

CR