In Waldes dichtestem Gesträuch,
vernahm ich plötzlich ein Geräusch.
Verhalte mich still und unauffällig,
bemerke Tiere – wild, und doch gesellig.
Zwei Hirsche nähern sich mit röhren,
doch ihr Gebrüll kann mich nicht stören.
Versteck mich stille hinterm Strauch.
Herzklopfen von mir, höre ich auch.
Ich sehe zu, wie sie sich mustern
und nach Kampf einander lustern.
Bin gespannt, wie´s weitergeht.
Jetzt einer vor dem anderen steht.
Sie neigen ihre starken Nacken,
ignorieren eines Zweiges Knacken,
auf den ich getreten bin,
und geben sich dem Kampfe hin.
Verblüfft schau ich auf ihre Geweihe,
bemerke dann in zweiter Reihe,
das Blitzen eines Irgendeins -
ein Tier war das jedenfalls keins.
Ich blicke strenger hin und merke
hinter einer großen Berke,
mit blank geputztem Lauf
den Jäger - und schrei laut auf.
Die Kämpfer blicken sich kurz an
und begeben sich sodann
blitzschnell und noch unversehrt,
in die Freiheit, die durch mich beschert.
Der Jäger, sich mächtig nun entrüstet,
hätt sich wohl gern mit Gehörnen gebrüstet,
ruft lautstark: „Halt, ich hier, und wer ist da?“
Unsicher, bis er in mein Antlitz sah.
„Was machst Du hier, bist Du nicht dicht,
hier in dem dichtesten Dickicht?
Meine Kugel hätt Dich treffen können,
das möchte ich Dir dann doch nicht gönnen.“
„Schweig still, Du wilder Jägersmann,
schau Dir lieber die tollen Tiere an,
bevor Du sie erschießen tust,
was Du letztendlich gar nicht musst.
Willst wohl nur ´nen Sonntagsbraten,
doch da, lass Dich von mir beraten,
und lass die armen Tiere leben!
Es kann doch auch mal Eintopf geben….“
Wutschnaubend verschwand er aus meiner Sicht,
der tötungsbereite Bösewicht.
Und ich – mit fröhlichem Frohlocken,
machte nach Haus mich auf die Socken.
Auf wieder festem Wege gehend,
sah ich am Waldesrand dann stehend,
die Hirsche, es waren dieselben zwei,
dank Meiner,immer noch fröhlich und auch frei.
Sie schienen mir dankbar nachzuschauen,
um in den Wald dann abzuhauen.
Ich schritt, ab da, zufrieden weiter,
und mein Erfolg machte mich heiter……
© Christiane Rühmann
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EDOVA....und so geht es weiter 10. Autorin

10. Autorin
Wie in Trance war sie aus dem Haus gerannt. Sie fröstelte und ihre Nackenhaare stellten sich als sie daran dachte. Sie rannte und rannte einfach drauf los. Beinahe wäre sie über eine schwarze Katze gestolpert. Plötzlich stand sie am Strand.
Das Geräusch der Wellen beruhigte sie etwas. Ihr Blick schweifte über das tiefschwarze Meer. Ein Boot schaukelte, in weiter Ferne im hellen Mondlicht. In Gedanken war sie schon wieder in Marios Wohnung. Als ihr noch etwas Schreckliches einfiel. Mario hatte ihr eine Haarsträhne abgeschnitten und meinte:
„Zur Erinnerung an unsere schönste Nacht, Bella.“
Gesine gingen tausend Gedanken durch den Kopf, was wollte er bloß mit ihrer Haarsträhne - wahrscheinlich machte er Voodoo, oder noch viel Schlimmeres damit.
Ich sollte jetzt lieber zurückgehen und mich einfach im Zimmer einschließen dachte
sie. Sie sah sich um, welchen Weg musste sie eigentlich gehen? Wo war sie überhaupt ge-landet. Es war Stockdunkel. Sie nahm den Weg, der über den Hügel führte. Langsam tastete sie sich vor. Sie spürte unter ihren Füßen Metall, Gesine verpasste dem Ding einen Tritt, mit lautem Knall umschloss es ihren Fuß, ein Schmerz durchzog Gesines ganzen Körper. Etwas Warmes rann über ihre Füße. Verzweifelt versuchte sie sich zu befreien, das Eisending wich keinen Zentimeter.
Gesine heulte vor Schmerz. Mein Handy dachte sie, - wo ist mein Handy? Nervös kramte sie in ihrer Tasche. Nichts! Nur ein zerdrücktes Päckchen Zigaretten. Sie steckte sich zitternd eine an, nahm einen tiefen Zug, es beruhigte sie etwas. Sie hörte ein rascheln, etwas berührte ihren Arm.
„Gesine was machst du hier“, sprach sie eine tiefe, schmeichelnde, Stimme an.
Stotternd sagte sie, ich wollte nur einen Spaziergang machen und hab mich verlaufen, ich wollte gerade zurück, als ich in diese blöde Falle trat.
Sein Griff, um ihren Arm wurde fester. „Du Arme, komm ich bringe dich zurück.“
Monika Schüler, 67308 Zellertal, Deutschland 24.09.010 sky_angel57@gmx.de
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