Nach Jahren , wo wir uns aus den Augen verloren,
fühl ich mich jetzt wie neu geboren,
weil wir uns wieder neu begegnet sind,
empfinde wie früher – wie das Kind.
Als wir uns liebten oder hassten,
an unsere Händchen uns einst fassten,
uns erstmals küssten – auf den Mund
zu schon vorgerückter Stund,
es mag so gegen Fünf gewesen sein,
wir waren ja damals auch noch klein.
Und auf dem Klassentreffen heute,
zählst Du erneut zu meiner Beute.
Kann meinen Blick nicht von Dir lassen
und kann es eigentlich nicht fassen,
dass ich Dich jemals gehen liess.
Wann war´s, als uns die Zeit verliess?
Dein vertrauter Unschuldsblick
versetzt mich in die Zeit zurück,
als ich unsterblich in Dich verliebt
und der mir so viel Nähe gibt.
Du hast Dein Leben bereits gelebt,
hast Höhen und Tiefen schon erlebt.
Erzählst von den Begebenheiten,
lässt die Gedanken einfach gleiten….
so wie früher, als wir noch jung…
Es lebe die Erinnerung!
Was wollen wir uns damit sagen?
Wollen wir einen neuen Anfang wagen?
Uns wie früher bei den Händen nehmen
und uns in die Arme nehmen?
Was wird das Schicksal von uns denken?
Ach was! Es wird uns einfach lenken!
Drum haben wir uns ganz unverdrossen,
zu einem Neuanfang entschlossen.
© Christiane Rühmann
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Der Tänzer
Es merkt der Tänzer Waldemar,
dass er nur „mal“ der Beste war.
So lud er ein zur Tanzesstunde,
seine holde Adelgunde.
Sie trifft dort ein, ist chic gestylt,
bis Waldi auf das Tanzfeld eilt.
Fordert sie auf zu einem Tanz,
bevor das tut der Schmitten Hans.
Sie ist entzückt und lässt sich leiten,
mit Waldi über´s Parkett zu gleiten.
Doch Waldi, viel zu aufgeregt,
sich zu arg in die Kurve legt,
reisst er an der Partnerin
und beide fallen peinlich hin.
Entsetzt hebt er das Mädel auf,
nimmt Aller Blicke geschmäht in Kauf.
Adelgunde ist entsetzt
und tut vorübergehend sehr verletzt.
Doch dann nimmt sie es richtig sportlich
und erweckt ein Hoffnungslicht.
Waldemar, total begeistert,
Zettel auf die Schuhe kleistert.
„Jetzt links, dann zweimal rechts“,
den Blick nicht von den Schuhen lässt.
Einige Zeit hat er geübt
und sich in Gundi sehr verliebt.
Noch heute lachen sie über Waldis Fieber
-nur ist er heut´ein cooler Schieber……
© Christiane Rühmann
dass er nur „mal“ der Beste war.
So lud er ein zur Tanzesstunde,
seine holde Adelgunde.
Sie trifft dort ein, ist chic gestylt,
bis Waldi auf das Tanzfeld eilt.
Fordert sie auf zu einem Tanz,
bevor das tut der Schmitten Hans.
Sie ist entzückt und lässt sich leiten,
mit Waldi über´s Parkett zu gleiten.
Doch Waldi, viel zu aufgeregt,
sich zu arg in die Kurve legt,
reisst er an der Partnerin
und beide fallen peinlich hin.
Entsetzt hebt er das Mädel auf,
nimmt Aller Blicke geschmäht in Kauf.
Adelgunde ist entsetzt
und tut vorübergehend sehr verletzt.
Doch dann nimmt sie es richtig sportlich
und erweckt ein Hoffnungslicht.
Waldemar, total begeistert,
Zettel auf die Schuhe kleistert.
„Jetzt links, dann zweimal rechts“,
den Blick nicht von den Schuhen lässt.
Einige Zeit hat er geübt
und sich in Gundi sehr verliebt.
Noch heute lachen sie über Waldis Fieber
-nur ist er heut´ein cooler Schieber……
© Christiane Rühmann
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