(c) Christiane Rühmann
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Der frühe Tag
Nebel schwebt wie weisse Seide über Erdes kühlen Grund.
Hoch erhebt sich eine Weide in die frühe Morgenstund.
Die Sonne malt den Himmel an in wunderschönen Tönen,
um die ganze Welt sodann, mit ihren Strahlen zu verwöhnen.
Facettenartig liegt der Hügel am Horizont - wie Scherenschnitt.
Selbst der See gleicht einem Spiegel,
teilt dadurch seine Schönheit mit.
Eine Krähe zerreisst mit schrillem Ruf vorübergehend die Idylle.
Ein Morgen – so wie Gott ihn schuf,
und schon herrscht wieder Stille.
Ich schau mit wachen Augen zu,
wie sich das Hell langsam erhebt,
geniesse selig und in Ruh,
dass hier noch Friede lebt.
(c) Christiane Rühmann
(c) Christiane Rühmann
Herbstgeflüster
Herbstgeflüster
Psst…., ganz still! Hörst Du es auch,
das Knistern hinter jedem Strauch,
unter jedem Baum im Wald?
Der Herbst ist da, es wird schon kalt.
Wie eifrig Gottes Maler war,
wird mir auf meinem Wege klar.
Mit farblich wunderschönen Tönen,
will mich die Jahreszeit verwöhnen.
Das Laub, es raschelt unter meinen Füssen,
lässt mich die bunte Zeit geniessen,
die jetzt beeindruckend zeigt,
dass sich das Jahr dem Ende neigt.
Flinke, buschige Waldgestalten,
sammeln, um den Haushalt zu verwalten,
vom Boden die Früchte, die gefallen sind,
tragen sie in Nester - ganz geschwind.
Ich atme tief durch und tanke auf.
So nimmt die Natur jetzt ihren Lauf.
Wäre der Herbst nicht, wie er ist,
hätte ich ihn, Zeit meines Lebens, sehr vermisst.
© Christiane Rühmann
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