Wirst Du sie noch lieben.....?


Wirst Du sie noch lieben…..?

-        wenn sie ihren geraden Weg verlässt,

-        wenn sie gebrechlich wird,

-        wenn ihre Haare weiss werden,

-        wenn ihr Geist andere Wege geht,

-        wenn ihre Knochen sich verbiegen,

-        wenn sich Vorwürfe gegen Dich häufen,

-        wenn sie dem Weltlichen nicht widerstehen kann,

-        wenn ihr ein anderer Mann mehr gefällt, als Du,

-        wenn sie pflegebedürftig wird,

-        wenn ihr hübsches Gesicht altert,

-        wenn sie ihr Wort bricht,

-        wenn ihr Körper seine Funktion versagt?

Wirst Du sie dann noch lieben……..?

© Christiane Rühmann

Kopfweh


Wenn jemand seine Schläfe reibt,
er sich die Kopfschmerzen vertreibt.
Doch bleibt das Gereibe nutzlos,
dann bleibt das Kopfweh eben groß.
© Christiane Rühmann

Pusteblume


„Mama, ich will auf die Pusteblumenwiese mit Timmy.“

Heute war aber auch ein tolles Wetter! Es lud geradezu ein, draussen herumzutollen und sich auszutoben.

Felix stand erwartungsvoll vor seiner Mama und flehte sie an, mit ihm und Timmy, dem Chiuaua, den Nachmittag an der frischen Luft zu verbringen. Mit ‚Pusteblumenwiese‘, meinte Felix die etwa 1 km weit entfernte Weide des benachbarten Grafen. Hier waren sie früher, als sein Papa noch bei ihnen lebte, sehr häufig gewesen, liessen Drachen steigen, pflückten Blumen, beobachteten Insekten, Kaninchen und sogar Katzen, die hier auf Beute aus waren, sich an den reichhaltig wachsenden Pflanzen sättigten, oder ihren Nektar suchten.

Ines, Felixes Mutter, war seit dem tötlichen Betriebsunfall ihres Mannes, und damit seit dem letzten Sommer, als ihr Sohn erst 7 Jahre alt war, nicht mehr dort gewesen. Es tat zu weh. Erinnerungen an die glückliche Zeit, machten sich immer dann bemerkbar, wenn sie an den endlos zu scheinenden Weiden der Grafschaft, zu ihrem kleinen Haus fuhren, wenn sie entweder in die Stadt hinein wollten, oder aus ihr nach Hause kamen.

Ines schluckte und schaute ihren kleinen Buben an, der seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten war, und der jetzt strampelnd vor ihr stand. Tränen benetzten ihre Augen. Immer hatte sie gewusst, dass es einmal so weit kommen würde, und dass sie nicht ständig mit Ausreden den Bedürfnissen ihres Sohnes aus dem Wege gehen konnte.

Sie umfasste mit beiden Händen sein kleines Gesicht und meinte:

„Ach mein Schatz, ich will doch noch einen Kuchen backen. Timmy kannst Du auch hier im Wald Gassi gehen lassen. Ich hab doch noch so viel zu tun. Die Betten will ich auch noch beziehen und Wäsche will ich auch noch waschen.“

Sie hörte sich selbst reden und bekam ein schlechtes Gewissen. Immer erfand sie irgendwelche Ausreden, um nicht auf die Pusteblumenwiese zu müssen.

„Aber Mama, bitte! Du hast es mir doch versprochen! Wie schön soll das Wetter denn noch werden? Papa hätte sofort ‚ja‘ gesagt! Bittebitte!!!!“

Als sie den kleinen Mann so bettelnd vor sich stehen sah, musste sie zugeben, dass der Kuchen, die Wäsche usw.,  nur eine Ausrede gewesen waren. Sie wollte einfach nicht dorthin, weil sie alles zu sehr an ihren geliebten Philip erinnerte.

Felix schaute sie immer noch bittend an und Timmy setzte sich neben ihn auf die Hinterpfoten, richtete sich auf und bettelte mit seinen kleinen Pfötchen, die er gegeneinander schlug, ebenfalls, ein ‚Bittebitte‘.

Ines wurde klar, dass sie sich nicht für immer zurückziehen konnte und gab nach:

„Also gut, aber nur für eine Stunde……“

Sie war sich absolut darüber im Klaren, dass ihre Trauer nicht ewig dauern durfte, und dass sie Verantwortung für ihren kleinen Sohn hatte, der ihre Liebe verdiente, und dessen Bedürfnisse nur natürlich waren, zumal sie sehr weit ausserhalb der Stadt wohnten, und er nicht sehr häufig Besuch von seinen Kameraden bekam, die ihm Abwechslung in sein vaterloses Leben bringen konnten. Also beschloss sie, Felix seinen Wunsch zu erfüllen. Mehr noch: Sie wollte mit ihm sogar ein Picknick machen, dort, wo sie lange Jahre sehr glückliche Stunden gemeinsam verbrachten.

„Also gut Felix, zieh Deine alte Jeans an, packe die Picknickdecke ein und vergiss nicht, für Timmy den Wasserbehälter mitzunehmen. Ich bereite uns ein paar Brote und packe den Korb, dann kann es gleich losgehen.“

„Yeahh, jippiieeeee….!!!“
 Felix flitzte sofort los, um alle Utensilien zusammen zu suchen.

„Feeeelixxx!, „ rief Ines ihrem Jungen noch nach: „Hol schon mal die Räder aus der Garage!“

Nichts gab es, was Felix lieber getan hätte. Er öffnete das Garagentor und schob behutsam die Fahrräder rückwärts an dem Auto vorbei auf den Vorhof, und stellte sie auf den Ständern ab. Er eilte zurück und holte die Gepäcktaschen, die er fachgerecht auf den Gepäckträgern befestigte. Das hatte ihm sein Papa beigebracht.

„Fertig!!!!“, rief er übertrieben laut, um sicher zu stellen, dass seine Mum ihn auch hörte.

Ines kam mit ihrem Picknickkorb aus dem Haus und befestigte diesen auf dem Gepäckträger ihres Drahtesels. Sie strampelten los. Nach ein paar hundert Metern meinte der Knirps:

„Mama, ich habe Dich lieb…“

„Ich Dich auch, mein Grosser“, meinte Ines und eine Träne benetzte gerührt ihr Gesicht.

Mit seiner kleineren Radübersetzung strampelte der Knirps tapfer vor seiner Mutter her. Der Weg war im bestens bekannt. Timmy lief eifrig und freudig kläffend nebenher. Für den Fall, dass ihm die Puste ausging, hatte Felix an seiner Lenkstange einen kleinen Korb angebracht, in den er seinen kleinen Freund jederzeit setzen konnte, falls er wirklich mal nicht mehr laufen konnte, und ihn seine kurzen Beinchen im Stich lassen würden.

Während sie so den Weg entlang stampelten, überkam Ines ein unerklärliches Glücksgefühl, was ihr kleiner Bursche wohl längst schon hatte. Irgendwie freute sie sich, sich von dem kleinen Burschen überredet haben zu lassen. Auch sie wollte den Ausflug geniessen.

Als sie nach etwa 10-minütiger Fahrt ‚ihre Wiese‘ erreicht hatten, stiegen sie von ihren Rädern. Hier gab es ein Tor, das sie öffneten. Der alte Graf hatte es ihnen damals erlaubt. Sie schlossen es hinter sich wieder und schoben ihre Räder ein Stück weiter, wo sie sie dann in das frische Grün legten, um ihren Picknickplatz zu gestalten. Timmy war kaum zu sehen, in dem frischen Gras und hüpfte auf und nieder. Es machte ihm sichtlich Freude, sich hier so frei bewegen zu können, wie er es wollte.

Sie breiteten die Decke aus, stellten die Teller und Becher auf, die Ines eingepackt hatte. Ines füllte die Getränke ein, belegte die Teller mit Obst, den fertig geschmierten Butterbroten und einer kleinen Nettigkeit, in Form eines Stückes Schokolade.

Felix war begeistert. Er holte aus seiner Satteltasche das Wurfspielzeug für Timmy und begann, herumzutollen.

Ines schaute dem Treiben ihrer beiden Schützlinge zu und schmunzelte.

„Komm Mami, spiel mit uns bitte!“

Sie stand auf und spielte, lachte und freute sich, dass es Felix und Timmy so gut ging. Nach einer Weile jedoch, meinte sie, sich ausruhen zu müssen.

„Spiel bitte einen Augenblick mit Timmy alleine, ich muss mich etwas ausruhen.“

„Ja, mach ich, Mami!“

Felix tollte weiterhin mit Timmy auf der Wiese herum, während sich Ines eine Weile auf die Decke legte, um sich auszuruhen.

Sie druselte vor sich hin, als sie etwas an der Nase kitzelte.
.
„Lass das sein Felix“, meinte sie, ohne die Augen zu öffnen.

Plötzlich kribbelte es in ihrem ganzen Gesicht.

„Felix, bitte…..!! Lass das...!!“

Es kam keine Antwort. Stattdessen bemerkte sie einen Schatten über sich und öffnete vorsichtig und zwinkernd ein Auge, um sich nicht von der Sonne blenden zu lassen. Sie erschrak, als sie den Schatten über sich als eine Männergestalt erkannte.

„Wer sind Sie, was wollen Sie? Lassen Sie uns in Ruhe! Gehen Sie weg!“

Ines setzte sich abrupt auf und blickte in die sanften Augen eines stattlichen, gut aussehenden Mannes. Er lächelte sie an:

„Sie haben wohl sehr tief geschlafen“, meinte der freundliche Mann.

„Ich, ich……. FELIX, FEEELIXXX!!! Komm sofort hierher!!!“.

Ines rief fast panisch nach ihrem Sohn.

Kichernd erhob sich sogleich der Kopf ihres kleinen Sohnes, und der des Hundes aus dem Gras, hinter ihrem Kopf, oberhalb der Decke.

„Mama, das ist doch nur Markus. Er hat die ganze Zeit mit uns gespielt, als Du geschlafen hast. Markus ist der Sohn des Grafen, der uns immer erlaubt hat, hier zu sein. Magst Du ihn nicht? Haben wir Dich erschreckt? Darf er auch eine Limonade trinken? Wie findest Du ihn? Ist er nicht toll? Ich finde in Klasse……..“

„Felix, halt STOP!!!“

Ines wusste nicht, ob sie ärgerlich oder freundlich sein sollte. Sie sah wohl auch zu lustig aus, mit dem Grashalm und den Pollen der Pusteblume in ihrem Haar und in ihrem Gesicht. Einige der Pollen hatten sich sogar in ihren Wimpern festgesetzt. Sie zwinkerte und räusperte sich und nahm verlegen die ihr entgegen gestreckte Hand des jungen Grafen an, der sich ihr vorstellte:

„Hallo, ich bin also Markus und ich freue mich, Sie kennen zu lernen. Mein Vater hat mir von Ihnen erzählt, und dass sie immer hierher kommen, um mit ihrem Jungen zu spielen. Einen prächtigen Burschen haben Sie da. Wir haben uns bereits angefreundet, nicht wahr, Felix?“

„Ääh, ja, das habe ich, ääh, ich meine, einen tollen Jungen....“, stammelte Ines und sortierte verlegen ihr Haar und ihre Bluse.

„Es tut mir leid“, meinte sie, „wenn wir nicht hier sein dürfen, dann gehen wir sofort. Tut uns leid“.

„Nein nein, es ist alles in Ordnung. Ich freue mich, Sie endlich mal persönlich zu treffen. Ihr Sohn hat mir von Ihrer Situation erzählt. Es tut mir leid. Kann ich irgendetwas für Sie tun? Ich wollte Sie nicht erschrecken, und das, mit der Pusteblume, war die Idee Ihres Jungen. Ich hoffe, Sie haben diese sanfte Attacke gut überstanden.“

Ines spürte, wie sie leicht errötete.

„Nein, es ist alles in Ordnung – wirklich!“

„Mama, können wir Markus nicht mal zu uns nach Hause einladen? Du wolltest doch Kuchen backen. Vielleicht mag er ja ein Stück.“

„Felix, bitte…..“

„Ich will Ihnen ja keine Umstände machen, aber ich mag selbst gebackenen Kuchen. Wenn ich die Einladung annehmen darf, habe ich auch noch einige Kräuter für Ihre Küche – aus eigenem Anbau selbstverständlich……“

„Mama bitte…!!!.“

„Also gut“, meinte Ines aus Höflichkeit, „Sie sind zu einem Stück Apfelkuchen eingeladen. Wie wäre es mit morgen? Und wir, mein Freundchen, sprechen uns noch!“, meinte sie schmunzelnd und wandte sich ihrem Felix zu, der die Schultern zuckte und ganz unschuldig aus der Wäsche schaute.

Markus kam am anderen Tag pünktlich zum Kaffee und brachte die versprochenen Kräuter mit. Ines bemerkte, dass ihr der junge Graf sehr symphatisch war und lud ihn für das kommende Wochenende zu Felixes Geburtstag ein.Die Abstände seiner Besuche wurden immer kürzer. Ines gewann ihre Lebensfreude zurück und Felix meinte:

„Wird Markus jetzt mein neuer Papa?“

Das war bald nach der Pusteblumenattacke auf der Wiese.

Ines hatte sich mittlerweile an die ständigen Besuche des „Gastgebers ihrer Pusteblumenwiese“ gewöhnt und gewann ihn sehr lieb. Felix schwärmte von seinem neuen Freund und Timmy fühlte sich auf Markus Schoß ausgesprochen wohl.

Kaum zwei Jahre später fuhren Graf Felix und Gräfin Ines mit ihrem neuen Papa, Freund und Ehemann gemeinsam zu ihrer ‚Pusteblumenwiese‘, auf der alles begann, endete und neu erwachte, als glückliche Familie und einem adeligen und gräflichen Chiuaua Timmy.

© Christiane Rühmann

Einbildung

Einbildung

Wie ich finde, ist das die lustigste Bildung!

Ich fuhr mit einer Freundin zu einem Wochenendevent. War  ´ne längere Strecke, darum hatte ich am sehr frühen Morgen eine Kanne Kaffee gekocht und zwei Thermobecher in Format eines „To-Go-Bechers“ in meinen Leinenbeutel eingepackt. Auch den Zuckerstreuer vergaß ich nicht, weil ich nicht wusste, ob meine Freundin süss ‚ milchig oder beides war.

Süss war sie allemal, aber ihre Geschmacksrichtung in Punkto Kaffee, war mir nicht bekannt. Die Kaffeemilch hatte ich in den kleinen, üblichen Portionsbechern, ebenfalls eingepackt. Ich wollte uns unsere fast 5-Stunden-Reise eben halt so angenehm wie möglich bereiten.

Unsere Fahrt begann, und nach knapp einer halben Stunde bekam ich Verlangen nach einer Tasse Kaffee. Miriam fand die Idee toll und war überrascht, dass ich mir die Mühe gemacht hatte, uns diesen üppigen Genuss für die Reise zu ermöglichen.

„Das ist jetzt genau das, was ich brauche“, meinte sie und begab sich an die Aufgabe, die benötigten Dinge aus meinem Reise-Beutel heraus zu kramen.

Becher 1, sollte für mich, die Fahrerin sein. Dieser war auslaufsicher und passte genau in die Halterung, die ich an meinem Armaturenbrett für solche Zwecke angebracht hatte. Becher 2, zwar auch ein Thermobecher, neigte jedoch dazu, wenn man sein Gewinde nicht 100%-ig verschloss, etwas Flüssigkeit zu pieseln. Das war für ‚Nichtbenutzer‘ wie mich, recht amüsant, wenn ich bemerkte, dass die Kaffeetropfen die Oberschenkel, Hemden oder Blusen der Benutzer bekleckerten.

Recht gemein, finde ich, aber ich bin nun mal so!

Miriam war also der Meinung, dass ihr der Kaffee genau in diesem Moment helfen würde, die Augen, ohne sie mit Streichhölzern unterstützen zu müssen, offen zu halten.
Ich grinste in mich hinein und sagte kein Wort.

Miriam schlürfte meinen Kaffee und meinte: „Hmmh, das ist jetzt ganz genau das, was ich brauche. Danke, dass Du das gemacht hast. Jetzt bin ich wieder wach. Der schmeckt mir.“

Wir fuhren etwa 200 km weiter. Nach einem Zwischenstopp, und etwa 100 km vor unserem Ziel, meinte Miriam, noch einen Kaffee haben zu wollen, damit sie nicht einschlief.

„Klar doch, die Kanne soll ja auch leer werden!“ antwortete ich grinsend.

Also, sie war Diejenige, die die Hände frei hatte, und sorgte für unsere Verpflegung.
Erneut: „Hmmmmh, das tut gut“, und da gestand ich ihr, dass dieser Aufgebrühte ‚kastriert‘, also  ‚entcoffeiniert‘ sei und somit vollkommen ohne gewünschte Wirkung einer zu erwarteten Aufmunterung sei.

Sie schaute mich verwundert an und meinte darauf hin:
„Boah, das hätte ich jetzt aber nicht gedacht! Du bist ja ´ne Type!“

Daran habe ich mal wieder schmunzelnd gemerkt, dass „Einbildung“ auch `ne Bildung ist.

Die Annahme, dass es sich um einen ‚echten Kaffee` handelte, hatte sie also wach gemacht...

Was will ich damit sagen?: Jeder Mensch ist in der Lage, mit einer Autosuggestion, also einer Täuschung seines eigenen Gehirns und seiner Gedanken, etwas zu erreichen, das einen ‚Placebo-Effekt‘ hervorruft.

Hätte ich die Klappe gehalten, wäre mein ‚Placebo-Kaffee` ebenfalls ein voller Erfolg gewesen!
So knallte Miriam nach der Offenbarung, fast mit dem Kopf auf das Armaturenbrett….lach.

Hütet Euch also zukünftig vor der Inanspruchnahme meiner Zuwendungen, oder betrachtet sie ganz einfach als aufmunternd.

© Christiane Rühmann

Klopapier



Unter Druck macht sich die Tante
auf des Villeroy´s Beckenkante.
Als sie schwitzt von dem Belangen,
kamen ihr ein paar Gedanken,
wer wohl das Ding erfunden hat.

Nun, als sie scheinbar ‚fertig‘ war,
bemerkt sie dann sogar,
dass in diesen großen Nöten,
noch mehr dazu gehört,
als nur in die Keramik zu tröten.

Man braucht noch was zum sauber machen,
nach den etwas kräftigeren Sachen.
Doch wie das häufiger so ist,
nachzufüllen den Rollenhalter,
manch Einer sehr oft vergisst.

Wie soll man ohne Papier vom Potte hinken,
ohne mächtig nach … Ihr wisst schon, zu stinken?
Was machte also unsere Tante,
die diese Lage längst schon kannte?
Holt aus der Tasche, die sie bei sich trug,
mit Tempo heraus ein Taschentuch.

Jetzt war die Situation gerettet und bereinigt.
Doch ohne Klopapier war es oftmals schon peinlich,
wenn einer, nicht so, wie unsere Tante,
eine Handtasche absolut nicht kannte.

Und was lernen wir daraus:
Geh mit Tempo nie ohne Tasche aus dem Haus……

© Christiane Rühmann

Watt


Es ging der Kurgast Hubert Klatt,
zu Fuß ins breite Nordsee-Watt.

Obwohl er es hätte wissen müssen,
war bereits naß an seinen Füßen,
stapft er noch weiter Richtung Meer,
und niemand schaut ihm hinterher.

So machte ihn das Nordsee-Watt
auf entsetzliche Weise platt.

© Christiane Rühmann