Lockenplage



An manchem Tag, denk ich mit Wut:
Warum habe ich so einen Lockenhut?

Sie quälen mich an jedem Tag,
was ich absolut nicht mag.

Ich steh vor´m Spiegel mit dem Eisen,
doch kein Haar lässt sich entgleisen.

Ich föhne kreuz, ich föhne quer,
´ne Frisur wird das nimmermehr.

Seit einer Stunde steh ich schon,
hab immer noch keine Fasson.

Was mögen nur die Leute sagen,
dass mich diese Locken plagen?

Schau ich aus dem Fenster raus,
werden meine Haare kraus.


Sprech ich aus das Wörtchen „Regen“,
sich diese in die Kurve legen.


Es lässt sich nicht in Worte kleiden -
nein, ich bin nicht zu beneiden.

Doch kann ich nichts dagegen tun,
lass deshalb meinen Ärger ruh´n,


nehm sportlich meine Lebenslage,
auch, wenn´s für mich ne echte Plage.

© Christiane Rühmann
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