Die Macht der virtuellen Welt…

An diesem Tag im Morgengrauen,
runzel ich meine Augenbrauen,
Sah auf, mit prüferischem Blick,
den Wecker, das war mir zu dick.

Schon wieder war die Nacht vorbei,
als sei es völlig einerlei,
dass ich nicht richtig ausgeruht,
wie´s jeder andre Bürger tut.

Die Nacht ist ja auch viel zu klein,
um völlig auslgeruht zu sein!
Kaum hat der Abend mal begonnen,
ist die Zeit auch schon verronnen.

Bin nur ich es , die daran bricht,
wenn der Computer zu mir spricht:
„Sie haben Post“ und voller Neugier dann
ermittelnd, wer der Absender sein kann?

Nichts kann mich dann mehr davon halten,
mein email-Postfach einzuschalten,
um zu sehen, wer mich begehrt,
daran ist doch nichts verkehrt!

Auf die Tasten hastig drückend,
bemerke ich eifrig vor mich blickend,
schon wieder ist nicht im Eingang das,
was mir bringen würde meinen Spass.

Also wart ich auf den nächsten Brief,
wenn andre Menschen schlafen tief.
Am Morgen merke ich mit schmollen,
dass meine Augen noch nicht gucken wollen.

Ja, ist die Nacht denn schon vorüber?
Erst früher Abend wäre mir lieber,
doch werde ich vom Wecker aufgeschreckt,
der um diese Uhrzeit mich sonst weckt.

Jetzt muss ein grosser Kaffee her,
sonst geht heute gar nichts mehr.
Heut Abend geh ich früher ins Bett,
…wenn… ich bloß den PC nicht hätt…….!

© Christiane Rühmann
Kommentar veröffentlichen